Preview Green Bay Packers

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Am Sonntag um 19 Uhr ist unser Washington Football Team zu Gast im Lambeau Field. 

Der Alltime Record von Washington gegen Green Bay steht derzeit bei 16-21-1, im Lambeau Field steht er bei 5-12-1.

Der Gegner aus Green Bay hat fünf Spiele in Folge gewonnen und steht damit nach einem schwachen Start gegen New Orleans jetzt mit einem starken 5-1 Record da. Washington hingegen musste zuletzt zwei klare Niederlagen verkraften und steht jetzt bei einem 2-4 Record. Allein das zeigt, dass Washington der Underdog in diesem Spiel ist, der Spread steht bei Packers -7,5. Nach den Leistungen der letzten Spiele ist der Spread meiner Meinung nach noch für Washington schmeichelhaft. 
Letztes Jahr waren beide Teams noch in den Playoffs, so sieht dies, zumindest für das Football Team, aktuell eher schlecht aus. Mit Green Bay kommt auch der MVP der letzten regulären Saison, Aaron Rodgers, als Gegner und das zu einem Zeitpunkt, in dem die Defense aus Washington nicht das zeigen kann, was man erwartet hatte. Auch diese Saison gilt Rodgers wieder als MVP Kandidat.

Kommen wir zum wesentlich und kümmern uns um die nötigen Informationen für Sonntag, anfangen mit dem aktuellen Injury Report.

Washington hat die Saison mit einem eher kleinen Injury Report begonnen, doch dieser wurde schnell deutlich größer. Bereits als OUT gelten folgende Spieler:

  • T Sam Cosmi
  • RG Brandon Scherff
  • WR Curtis Samuel
  • WR Cam Sims
  • DE Shaka Toney
 

Fraglich hingegen sind:

  • RB Antonio Gibson
  • CB William Jackson III
 

Bei Antonio Gibson hieß es zuletzt, dass dieser spielen würde, doch die “bangs & bruises” werden mehr, sprich der Snapcount für AG wird wohl weniger. JD McKissic hatte immer wieder gezeigt, dass er ein mehr als guter Ersatz sein kann. Im letzten Spiel gegen die Chiefs war er sogar der leading pass catcher. Dass WJ3 erst am Freitag mit DNP auf dem Injury Report auftaucht ist absolut kein gutes Zeichen. Wie diverse Beat Reporter zwar erfragt haben, fliegt er mit dem Team nach Green Bay, aber ob der dann fit für das Spiel ist, ist noch einmal eine andere Frage. Generell ist der Receiving Corps sehr angeschlagen, Samuel und Sims sind OUT, McLaurin, Brown und Seals-Jones waren alle auf dem Injury Report und sind angeschlagen. Folgerichtig wurde AGG in das 53 Mann Roster geholt. Generell darf man wohl mittlerweile sagen, dass keiner der drei großen FA signings sich bis jetzt auszahlt. Ryan Fitzpatrick hat sich nach nicht mal zwei Quartern im ersten Spiel verletzt, Curtis Samuel hat bisher ganze 26 Snaps gespielt und WJ3 muss erst einmal lernen mit den Füßen, statt mit den Händen zu spielen.

Kommen wir zu Matchups, Zahlen und alles was ihr wissen müsst!
Die Packers Offense gegen die Washington Defense:

Letztes Jahr noch war die Defense aus Washington die drittbeste Defense nach DVOA, dieses Jahr steht sie aktuell auf Platz 29. Natürlich nicht die Defense, die wir alle erwartet hatten. Die Packers Offense belegt bei den Footballoutsiders hingegen Platz 1 nach DVOA. Das zeigt uns schon mal, dass dieses Matchup nicht unter dem besten Stern für uns steht. Was sind die Punkte, die für das Spiel wichtig werden könnten? Klar, ohne erst mal auf Matchups einzugehen, die Washington Defense muss sich langsam selbst finden. Gibt es dazu Änderungen? Jein. Es wurde zwar klar von Ron Rivera kommuniziert, dass Landon Collins im Team als downhill Linebacker gesehen wird und diese Position auch bekleiden soll, trotzdem ist das jetzt keine große Änderung, da Collins bereits in den Spielen zuvor oft als LB eingesetzt wurde.

Die Matchups, die für das Spiel wichtig werden können: Als Erstes ist wohl jedem bewusst, es gilt gegen Davante Adams, einen der besten WR (wenn nicht der beste) der Liga, ihn irgendwie im Zaum zu halten. Wie kann man das machen? Die Antwort darauf weiß wohl kaum jemand, sonst wäre Adams nicht so gut. Ob ausgerechnet diese Washington Defense das irgendwie schafft, ist für mich schon zweifelhaft, da unser Backfield einfach momentan viel zu schlecht spielt. Auf jeden Fall wird der Corner, der Adams covern muss, jede Menge Safety-Hilfe brauchen, was wiederum Raum für andere Passempfänger macht. So gesehen gegen die Bears. Auch das Matchup auf dem Boden wird sehr interessant. In Woche 7 gegen die Bears haben Aaron Jones und AJ Dillon den Ball sehr gut bewegt. Jones’ Statline aus letzter Woche: 13 Carries, 76 Yards, 5.8 YPC; für Dillon: 11 Carries, 59 Yards, 5.4 YPC. Mit diesen Werten fällt es natürlich nicht schwer, mit der Offense über das Feld zu marschieren. Die Washington Defense war bisher nicht so schlecht gegen den Lauf und steht bei 4.0 YPC (9th) und 113.5 YPG (19th). Die Packers werden versuchen, früh im Spiel den Lauf zu etablieren und Washington muss auf jeden Fall versuchen, dies zu verhindern. Aber genau deswegen wird das Backfield immer wieder anfällig sein. Mit AR12 muss Washington den nächsten Top 5 Quarterback unter Kontrolle bekommen. Das sie das nicht schaffen, hat Patrick Mahomes bereits gezeigt. Mahomes’ Zahlen gegen Washington waren 397 Yards  bei 8.4 YPA und ein QBR von 90.5. Die Zahlen der Defense hingegen: QBR allowed 104.4 (26th) und YPG 423 (31st). Ein weiterer Punkt, der für die Packers Offense spricht, sind die 3rd down Conversions. Die Packers haben in den letzten 3 Spielen 44,12% ihrer 3rd Downs converted und bisher in der Saison 40,62, was dem 15. Platz entspricht. Washingtons Defense hingegen hat in den letzten 3 Spielen 56,82% der 3rd Downs zugelassen und in der Saison bisher 57,78%, das entspricht dem letzten Platz in der Liga. Damit stehen die Zeichen wohl wieder auf viel Frustration bei vielen Washington Fans. Das einzige Matchup, das Washington gewinnen kann und eigentlich auch muss, ist der Klassiker an der Line. Der Passrush sah in Woche 6 gegen die Chiefs gar nicht so schlecht aus: 3 Sacks und 10 QB Hits sind eine gute Ausbeute. Auch die Pressure-Rate der Washington Defense ist mit 26,8% (10th) gut. Doch die adjusted sack rate liegt nur bei 5.8 (24th). Also hat Washington immer noch Luft nach oben. Die Packers hingegen müssen wohl weiter auf ihren Top Tackle Bakhtiari verzichten; dafür rückt zwar Jenkins zurück in die Line, dennoch sollte das ein gutes Matchup für Washington sein. Die Packers ließen gegen die Bears 3 Sacks und 4 QB Hits zu, außerdem wurde Rodgers in den letzten 3 Spielen mindestens 2-mal gesackt. Mit etwas Glück kann die Front dann etwas das sehr schwache Backfield ausgleichen. Kommen wir nun zur anderen Seite des Balls.

Die Washington Offense gegen die Packers Defense:

Die Packers Defense ist in den Zahlen bisher gar nicht schlecht, dennoch hat sie ein paar Lücken, wie jede Defense. Die Packers müssen bereits auf ZaDarius Smith, Chauncey Rivers und Jaire Alexander verzichten. Um den schwachen LB Corps zu verbessern, wurde der in Dallas entlassene Jaylon Smith verpflichtet. Der zählte gegen die Bears aber nur 17 Snaps, ohne auf das Statboard zu kommen. Außerdem wurde Whitney Mercilus frisch aus Houston geholt. Ob dieser bereits am Sonntag spielen wird/kann ist nicht bekannt. Mercilus kommt in dieser Saison bisher auf 3 Sacks.

Eine Sache, die aus den ersten sechs Spielen ins Auge springt, ist die Statline von Terry McLaurin. Wenn Terry 100+ Yards fing, gewannen wir das Spiel; in keiner Niederlage hingegen kam er den 100 Yards nahe. Es scheint, wenn McLaurin kein Faktor im Spiel sein kann, was zum Großteil nicht an ihm selbst liegt, schafft es die Offense nicht konstant über das Feld. Mit dem Ausfall von Jaire Alexander fehlt den Packers nun ihr bester (und ligaweit Top3) Corner. Also kann man hoffen, dass McLaurin hier ein gutes Matchup bekommt. CB Kevin King tauchte diese Woche auch auf dem Injury Report der Packers auf; sollte aber spielen. Washington sollte vor allem auch in der Lage sein, die ein oder andere Flagge gegen das Packers Backfield zu erzwingen. Das wiederum könnte Heinicke helfen, leichter über das Feld zu kommen. Entscheidend wird es für Washington sein, die wichtigen 3rd Downs besser auszuspielen. Washington hat in den letzten 3 Spielen nur 41,03% der 3rd down geschafft, auf die Saison sind es gerade einmal 34,25% (27th). Doch mit den Packers kommt nicht das schlechteste Matchup, die Packers stehen für diese Saison bei 43,94% (24th). Doch in den letzten 3 Spielen zeigten sie sich verbessert mit 36,11%. Ich möchte hier im Preview nicht erneut auf die deutlichen Limitierungen von Heinicke und seines Armes eingehen. Seine Stats gegen die Chiefs: 182 Yards, 70.7 QBR und gerade einmal 4,7YPA. Wir erinnern uns: Mahomes hatte 8.4 YPA. Ein weiterer Nachteil für Washington sind klar die Ausfälle der zwei besten O-Liner. Cosmi und Scherff fallen beide aus, somit ist die rechte Seite, die bisher überragend war, doch geschwächt. Klar, Schweitzer und Lucas spielen auch nicht schlecht und die Line spielt nach wie vor sehr gut; sie gaben keinen Sack gegen die Chiefs ab, dafür ließen 7 QB Hits zu. Mit den Packers kommt dann eine Defense, die in den letzten zwei Spielen 7 Sacks fabriziert hat. Natürlich ist Preston Smith angeschlagen, aber man darf sich nicht darauf verlassen, dass dies eine Schwächung ist.

Fazit:

Auf dem Zettel kann Washington nicht viele Matchups für sich entscheiden, auch der Record beider Teams zeigt deutlich, dass zwischen diesen Teams doch einiges liegt. Gegen die Chiefs war man noch leicht optimistisch, da diese eine schlechte Defense hatten. Doch diese Hoffnung fällt gegen die Packers nun komplett aus. Man kann einzig auf ein Wunder hoffen, mit dem Washington das Spiel gewinnt. Das Einzige was man sich wünschen könnte: Dass Washington einen Schritt vorwärts macht und sich immerhin nicht komplett abschlachten lässt.