VS New Orleans SAINTS

33:22

Als Fan startete man, trotz den vergangenen Leistungen, mit ein wenig Hoffnung in das Matchup gegen die Saints. Diese Hoffnung durfte man zu Beginn der Partie auch aufrecht erhalten, denn Cole Holcomb pfl├╝ckte bereits nach einer Minute und 34 Sekunden einen Pass von Jameis Winston aus der Luft. Winston bekam Druck, die Pocket wurde schnell kleiner und so unterwarf er Tysom Hill deutlich. So startete Washington das Spiel an der Saints 30.

Doch Washington konnte aus der guten Feld Position nur ein Field Goal verbuchen. Taylor Heinicke startete nicht gut in das Spiel. Seine P├Ąsse waren wieder deutlich off. So ├╝berwarf er, einen an der Saints 12 stehenden, DeAndre Carter deutlich. H├Ątte er diesen mit einem Yards mehr ├╝berworfen, h├Ątte dies sogar die erste Interception im Spiel sein k├Ânnen. Immerhin: Interception, Field Goal, die F├╝hrung. Mit dem Start konnte man zufrieden sein.

Doch die Zufriedenheit hielt nicht lange an. Bei 3rd & 7 an der NO 25 startete Deonte Harris durch. Er lief nicht mal eine ausgefallene Route, nein, er lief einfach eine go route. Keiner aus der Washington Defense kam mit, sodass Washington mal wieder bei einer 3rd downconversion blamiert wurde. Ein 75 Yards Touchdown, wie er einfacher nicht sein k├Ânnte.

Im kommenden Drive von Washington reichte es erneut nur zu einem Field Goal.

Nach 3 Plays der Saints dann endlich die Erl├Âsung f├╝r Chase Young, strip Sack, der erste Sack diese Saison f├╝r den Defensive Rookie of the Year vom letzten Jahr. Daron Payne konnte den Ball sichern und f├╝r wenige Yards zur├╝cktragen.

Doch die Offense kam nach wie vor nicht in Schwung. Es kam zum Punt bei 4th & 15 an der NO 49. Bei diesem Punt steckte Tress Way einen harten hit ein. Washington hatte Gl├╝ck, die Flagge flog uns es gab ein neues first down f├╝r roughing the kicker.

Den Drive konnte Washington dann doch mit einem Lauf von AG ├╝ber 5 Yards zum Touchdown beenden. Stand 13-7.

Beim darauffolgenden Drive der Saints kam es so einem ungl├╝cklichen, aber ├╝bel Foul von WJ3 gegen Tysom Hill. Dieser erwischte Hill mit der Schulter am Kopf, so dass Hill f├╝r das weitere Spiel ausfiel. Gute Besserung an der Stelle an Tysom Hill! Ihren Drive konnten die Saints trotzdem bis zum Touchdown f├╝hren, vergaben aber den PAT. Neues Ergebnis 13-13.

8 Plays nach dem Touchdown der Saints sah man, was man von Taylor Heinicke nicht sehen m├Âchte. Ein wirklich miserablen Pass auf Curtis Samuel. Der Ball kam viel zu sp├Ąt und wurde dann noch unterworfen, so dass Samuel gar keine Chance auf den Ball hatte. Hingegen hatte Adebo keinerlei Schwierigkeiten den Ball abzufangen. Die liegengelassenen Punkte taten nat├╝rlich weh. Da die INT an der Saints Endzone passierte. Es folge im Drive darauf ein Punt der Saints, ein Turnover on Downs von Washington. DeAndre Carter lies die Punts der Saints immer ├╝ber sich hinweg fliegen, so kam es im Drive der Saints zu einem Punt an die 1 Yards Line von Washington. Mit total konservativem Playcalling von Washington (3 L├Ąufe durch die Mitte) kam es zum n├Ąchsten Punt und die Saints starteten an der WAS 49. Es folgte das traurigste Play des Abends und das Schaubild der bisherigen Saison des Washington Football Teams. Die Defense des Football Teams rechnete mit einem kurzen Pass nach au├čen um die Saints in Field Goal range zu bringen. Doch es folgte die Hail Mary von Jameis Winston. Kein einzige Spieler unserer Defense stand tief, keiner schaffte es, sich vor Marquez Callaway zu platzieren, es folgte was folgen muss. Der Touchdown wenige Sekunden vor Schluss. Sean Payton verriet in der PK nach dem Spiel, dass sogar zwei Hail Marys eingeplant waren, sollte die erste nicht funktionieren. Doch eine reichte. Es ging mit einer 20-13 F├╝hrung f├╝r die Saints in die Halbzeit.

Wer z├Ąhlt eigentlich noch diese ganzen blown Coverages?

Das h├Ątte das Motto der zweiten Halbzeit sein k├Ânnen, doch fangen wir vorne an. Beide Offenses kamen schwach aus der Halbzeit. Es folgten 4 Punts. Auf Washington Seite durfte man sich freuen, endlich forcierte die Defense 3rd & outs, davon gleich zwei. Im f├╝nften Drive der zweiten H├Ąlfte schaffte es Washington dann endlich zu punkte, zwar nur ein Field Goal, aber immerhin mal ein Drive ├╝ber 14 Plays und 69 Yards. Anschlie├čend wollte man als Washington Fan aber nur noch die Augen vor der Wahrheit verschlie├čen. Zwar forcte man wieder ein Punt der Saints, doch wieder lies Carter den Ball ├╝ber sich hinweg fliegen und Washington startete an der eigenen 2. Dieses mal callte Turner zwei P├Ąsse, nachdem er letztes mal noch 3 L├Ąufe callte. Beide P├Ąsse waren incomplete. So kam es zu einem dritten Passversuch und einer absolut ├╝blen Interception von Taylor Heinicke. Viel ├╝bler kann man eine Interception nicht werfen. Wieder kam der Ball viel zu sp├Ąt, viel zu kurz. Dazu kommt, dass das Ganze auch noch eine schlechte Entscheidung war, den Ball ├╝berhaupt auf Carter zu werfen.

Bei der Feldposition lie├čen es sich die Saints und Winston nicht nehmen. Es folgte der zweite Touchdown Wurf auf Callaway.

Washington m├╝hte sich im anschlie├čenden Drive ├╝ber das Feld, an der NO 49 kam es zu einem 4th & 14. Washington sah zu diesem Punkt schon wie der geschlagene Verlierer aus. Doch Ron Rivera lies den vierten Versuch ausspielen, mit Erfolg. Der Drive lief bis zu Saints Endzone. Bei einem 2nd & 5 kam es dann in der Endzone zu einer gl├╝cklichen Pass Interference von Marshon Lattimore gegen Terry McLaurin. Den Versuch von der 1 Yard Line konnte Gibson dann zum Touchdown verwandeln. Doch die anschlie├čende 2-pt conversion gelang nicht. Washington ist damit bei 0/9 2-pt conversions unter Scott Turner.

Es w├Ąre aber nicht die Washington Defense, wenn es nicht zur x-ten blown coverage im entscheidenen Teil des Spieles gekommen w├Ąre. Adam Trautman lie├č die Defense aussehen wie Grundsch├╝ler, bei einem Pass von Winston ├╝ber 32 Yards. 3 Plays sp├Ąter der erneute Touchdown f├╝r die Saints. Damit war das Spiel mit 33-22 f├╝r die Saints quasi 3 Minuten vor Schluss entschieden. Es kam zu einem Turnover on Downs nach 5 Plays f├╝r Washington. Das war’s. Ende.

Die Takeaways:

Was kann man aus diesem Spiel mitnehmen?

Die Shorts:

  • Die Lines sind nicht das Problem. Die Offensive Line spielte trotz des Ausfalls von Sam Cosmi wieder ein gutes Spiel. Sie verschafften Taylor Heinicke immer wieder genug Zeit. Auch die Defensive Line verbesserte sich. Sie brachten es zu 2 Sacks, einem FF.

  • Coverages blows sind an der Tagesordnung, Washington muss etwas ├Ąndern.

  • Dustin Hopkins mit einem perfektem Spiel, nachdem er nach dem Atlanta Spiel deutlich in die Kritik geraten ist.

  • Daron Payne zeigte ein sehr gutes Spiel. Er geht n├Ąchstes Jahr in sein f├╝nftes und damit letztes Jahr, er k├Ânnte also bereits f├╝r einen neuen Vertrag vor der kommenden Saison spielen.

  • Carter hat au├čerhalb der returngames ein gutes Spiel gezeigt, mit 4 gefangenen P├Ąssen f├╝r 62 Yards. Bester Reveiver war Humphries mit 3 receptions f├╝r 73 Yards. Also darf man im WR Core wieder hoffen. McLaurin kam auf 4 receptions f├╝r 46 Yards.

Vier Takeaways ├╝ber die wir reden m├╝ssen:

Nummer eins: Taylor Heinicke. Heinicke zeigte wiederholt, dass er einfach nicht das Armtalent hat um ein konstanter Starter in der NFL zu sein. Seine W├╝rfe kommen viel zu oft zu sp├Ąt. Dazu kommt das er massive Probleme mit der Genauigkeit hat. Klar, mit seiner mentalen St├Ąrke hat er das Spiel gegen die Falcons gewonnen. Aber was zeigt er au├čer massiver Eier sonst noch? Die Interceptions waren wieder grob fahrl├Ąssig, er h├Ątte diese P├Ąsse nie werfen d├╝rfen. Auch hat er an wichtigen Stellen im Spiel immer wieder offene Receiver deutlich verfehlt. Ein Beispiel:

Seine Statistiken f├╝r das Spiel geben die Ungenauigkeit auch wieder. Heinicke komplettierte nur 20 von 41 P├Ąssen f├╝r 248 Yards mit 0 Touchdowns und 2 Interceptions. Klar Heinicke war nicht DAS Problem f├╝r die Niederlage, da er auch oft gezwungen wird Plays zu kreieren, weil die Defense einfach zu viel zu l├Ąsst. Aber er war ein Problem f├╝r die Niederlage.

 

Nummer zwei: Jamis Davis und die Snapcounts: Habt ihr Jamin Davis auf dem Feld gesehen? Wenn ja, habt ihr wohl gut aufgepasst. Denn Jamin Davis kam gerade mal auf 13 Snaps, das sind gerade mal 4 mehr als Jarod Mayo. Das ist aber nicht der einzige besorgniserregende Snapcount des Spieles. Hier mal die Zahlen:

Generell haben die Linebacker wenig Snaps bekommen, klar das kann am Scheme liegen und den assingements die f├╝r das Spiel gegen die Saints getroffen wurden. Dennoch: Jamis Davis mit nur 13 Snaps ist viel zu wenig. Gerade nach der Verletzung von Bostic hat man gehofft, dass Jamin Davis der next man up w├Ąre. Scheinbar ist er es nicht. Von einem Firstroundrookie erwartet man einfach mehr. Klar LB ist als Rookie nicht die einfachste Position, aber ein gewissen JOK, den Washington h├Ątte in Runde 1 und 2 picken k├Ânnen, spielt bei den Browns sehr gut.

Auch merkw├╝rdig finde ich den Snapcount von Montez Sweat. Sweat vor der Saison noch klarer starter, teilt er sich jetzt die Snaps jetzt deutlich mit Smith-Williams. Klar steht er noch 30% ├╝ber ihm, dennoch Chase Young steht bei 79%, das sind 11 mehr als Sweat. Das Ganze ist noch nichts wildes, sollte man aber mal im Auge behalten. Dagegen wirklich alarmierend ist der Snapcount von Curtis Samuel. 5 Snaps, 6% aller Offensive Snaps. Die Verletzung ist zur├╝ck. Er war 3 Wochen auf IR und scheint trotzdem nicht ann├Ąhrend fit zu sein. Was man mit Samuel in Zukunft erwarten kann, ist doch nun wieder deutlich fraglich.

 

Nummer drei: Die Defense. Klar es sind viele Spieler Schuld daran, das die Defense eine der schlechtesten der Liga ist, in vielen Belangen sogar die Schlechteste. Doch stechen f├╝r mich einige heraus, Collins und McCain verpassen immer wieder Tacklings, Collins spiel meiner Meinung nach viel zu weit von der LOS entfernt. Er ist halt nun mal ein Boxsafety. McCain hingegen zeigt in dieser Saison nichts, au├čer einer gro├čen Klappe in Interviews. Auch die anderen CBs sind nicht tadellos, WJ3 l├Ąsst einfach zu viel zu. Er kam eigentlich als Press-Man-Corner nach Washington, ist hier aber immer mehr gezwugen Zone Coverage zu spielen. Im Interview sagte er, dass er machen w├╝rde, was die Coaches von ihm verlangen, er w├╝rde lernen mehr mit den F├╝├čen zu spielen, als mit den H├Ąnden. Aber ist das Sinn der Sache? Sollte Coaches nicht ihre Spieler so spielen lassen, dass sie nach ihren St├Ąrken spielen? Wenn WJ3 Man spielen will, lasst ihn Man spielen! Fakt ist, es muss sich etwas in der Defense ├Ąndern. Es kann mir keiner Erz├Ąhlen, dass die Safety Duos vom letzten Jahr (Curl/Everett ÔÇô Curl/Reaves) schlechter w├Ąren, als das was wir aktuell auf dem Feld sehen.

 

Nummer vier: der verbleibende Schedule. Was passiert in den n├Ąchsten Wochen? Der Spielplan sieht wie folgt aus: Chiefs, Packers, Broncos, Bye, Bucs, Panthers, Seashawks, Raiders, Cowboys.

Diese Teams sind, stand jetzt (ausgenommen der Verletzung von Wilson, der aber wahrscheinlich wieder rechtzeitig fit wird), besser als wir. Klar, ich gehe nicht davon aus, dass wir nach Week 13 mit 2-11 da stehen, denn 2-3 Spiele gewinnen wir dann doch hoffentlich. Aber ein 5-8, 4-9 ist nicht super unrealistisch. Also bleibt zu hoffen, dass das Coaching Team rund um RR die richtigen adjustments trifft und das Ruder rumrei├čt!